Präeklampsie-Screening

 

Die Präeklampsie (ehemals auch als „Schwangerschaftsvergiftung“ bezeichnet) ist eine nur in der Schwangerschaft auftretende Erkrankung und kommt bei ca. 2-8% aller Schwangerschaften vor. Sie tritt meist erst nach der 20. Schwangerschaftswoche auf und ist klinisch gekennzeichnet durch erhöhten Blutdruck (Hypertonie), vermehrte Eiweisausscheidung im Urin (Proteinurie) und Wassereinlagerungen (Ödeme). Bei besonders schweren Krankheitsverläufen kann es bei der werdenden Mutter bis hin zur Störung der Leber- und Nierenfunktion, des blutbildenden Systems (Mangel an Blutplättchen) und des Nervensystems (Krampfanfälle) kommen. Beim ungeborenen Kind kommt es häufig zu Wachstumsstörungen (zu niedriges Geburtsgewicht) und oft auch, um Gefahren von Mutter und Kind abzuwenden, konsekutiv zur Frühgeburt.

 

Bei vorbestehenden mütterlichen Erkrankungen (Übergewicht > 35, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Nierenkrankheit, hoher Blutdruck (Hypertonie) und / oder Erstgebärender (erste Schwangerschaft), höherem mütterlichen Alter (>40 Jahre), sowie in einer vorausgegangenen Schwangerschaft durchgemachten Präeklampsie, liegt ein erhöhtes Risiko eine Präeklampsie zu entwickeln vor. Leider kann anhand dieser Risikofaktoren nur unzureichend das Auftreten einer Präeklampsie vorhergesagt werden.

 

Im Rahmen des Ersttrimester-Screenings (Screening auf Chromosomenstörungen) können wir in Zusammenarbeit mit unserem Labor Ihr persönliches, individuelles Risiko hinsichtlich der Entwicklung einer Präeklampsie und Plazentaunterfunktion (kindliche Wachstumsstörung) bestimmen. Bei Vorlage eines erhöhten Präeklampsie-Risikos kann eine sofort eingeleitete ASS-Therapie das Auftreten deutlich reduzieren (Senkung der schweren Präeklampsieverläufe um ca. 50%) und die Schwere des Krankheitsverlaufes positiv beeinflussen.

 

Die Kosten für die Beratung und Durchführung des Präeklampsie-Screenings werden leider nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

 

 

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© Lucas Wilhelm